| Zucchini (Zucchini)
Italien gilt
zu Recht als das Heimatland der Zucchini. In allen Regionen werden
sie angebaut, und in den Sommermonaten sind sie von den Wochenmärkten
nicht wegzudenken. Meist sind sie so frisch, dass die gelben Blüten
noch an der Frucht hängen. Zucchini werden in der italienischen Küche
seit Jahrhunderten verwendet. Doch noch vor 50 Jahren waren sie außerhalb
der Mittelmeerländer kaum erhältlich.
Eine
Kurbisart
Das italienische Wort "zucchina" (die Verkleinerung
von "zucca") bedeutet "kleiner Kürbis". Zucchini
sind in der Tat eine kleine Kürbisart und gehören damit zur gleichen
Familie wie Melonen und Gurken. Zucchini sollte man nicht zu groß
werden lassen, denn je kleiner und jünger sie sind, desto wohlschmeckender
und gesünder sind sie auch. Mit zunehmender Größe werden sie wäßriger
und weicher in der Konsistenz.
Die bekannteste Zucchiniart ist dunkelgrün und hat eine glatte, bisweilen
auch stachelige Haut. Es gibt aber auch hellgrüne, gelbe und sogar
weiße Zucchini. Normalerweise sind sie 10 bis 20 cm lang, doch seit
neuestem ist auch eine Minizüchtung sehr beliebt mit Früchten, die
nur etwa 5 cm lang sind.
Die
Zucchiniblüten
Die italienische Küche folgt den Jahreszeiten und bringt
nur das auf den Tisch, was gerade Saison hat. Das gilt vor allem für
Gemüse, das in Italien eine große Rolle spielt.
Wenn Zucchini mit ihren Blüten verkauft werden, ist dies ein Zeichen
dafür, dass sie sehr frisch sind, denn die Blüten verwelken schnell.
Auf italienischen Märkten sieht man diese Blüten manchmal separat
zum Verkauf angeboten. Mit Weidenzweigen gebündelt liegen sie dann
in speziellen Körben, den "cavagne". Außerhalb Italiens
sind Zucchiniblüten seltener in Geschäften zu finden. Wer gerne mit
Zucchiniblüten kochen möchte, sollte versuchen, Zucchini selbst im
Garten zu ziehen.
Zucchini sind ein kalorienarmes Gemüse, und die Blüten sind besonders
nährstoffreich. Kleine Zucchini enthalten die meisten Vitaminen und
Nährstoffe. Beim Kauf sollte man darauf achten, dass die Haut fest
und unverletzt ist. Zucchini, die sich im Geschäft bereits weich anfühlen,
sind nicht mehr frisch.
Zubereitung
Zucchini müssen nicht geschält werden, den sie haben
eine dünne Schale. Man sollte sie aber auf jeden Fall vor dem Kochen
waschen. Wenn man Zucchini ganz zubereitet, die Enden nicht abschneiden,
weil das Fruchtfleisch sonst zuviel Wasser aufnimmt. Ältere und größere
Exemplare können bitter sein und sollten wie Auberginen vorbereitet
werden; Man scheidet sie in Scheiben, gibt sie in ein Sieb und bestreut
sie großzügig mit Salz. Dann läßt man sie eine Stunde ruhen, damit
sie ihre Bitterstoffe ausscheiden.Vor dem Kochen werden die Zucchinischeiben
abgespült und trocknengepft.
Bei den Zucchiniblüten sollte man vor dem Kochen alle grünen Blätter,
die Stempel und Staubgefäße entfernen und die Blüten nur vorsichtig
mit Küchenpapier abtupfen. Das Geheimnis, beim Kochen Geschmack und
Konsistenz der Zucchini zu erhalten, liegt in der Kürze der Garzeit.
Zucchini sollten stets noch bißfest sein.
Vielseitigkeit
Zucchini sind deshalb so vielseitig, weil sie keinen
intensiven Eigengeschmack haben. In Italien ißt man Zucchini auf vielerlei
Art: roh, gedünstet, gekocht, gefüllt oder fritiert, als Suppen. Pastasoße
und als Gemüsebeilage.
Besonders gern serviert man sie gefüllt und gebacken als Vorspeise
oder Hauptgericht. Dazu blanchiert man die Zucchini zuerst und halbiert
sie dann. Das Fruchtfleisch wird herausgelößt und mit gebratenem Hackfleisch,
Reis, Semmelbrösel, Kräuter, Käse oder anderen Zutaten je nach Belieben
vermengt, wieder in die Schale gefüllt und überbacken. Die Blüten
können außerdem mit Reis gefüllt und gebraten werden. man kann das
Fruchtfleisch und die Blüten auch in einen leichten Teig tauchen und
dann ausbacken.
Schnelle
Zucchini-Rezepte
Zucchine
fritte
Zucchini in dünne Streifen schneiden, in Mehl wenden
und in heißem Öl fritieren, bis sie knusprig sind. Die Zucchinistreifen
vor dem Servieren auf Küchenpapier abtropfen lassen und mit Salz bestreuen.
Antipasto
Als ideale Appetitanreger Zucchinischeiben in Olivenöl,
Zitronensaft und Knoblauch marinieren und dann mit Paprikaschoten
und Zwiebeln grillen. Kalt mit Brot servieren.
Fiori
fritti
Für diese beliebte italienische Spezialität einen Teig
zubereiten: 125 g Mehl mit 2 EL Olivenöl, 2 Eigelb, 5 EL Weißwein
und 5 EL Wasser, Salz und Muskatnuß zu eiem glatten teig verrühren.
Den Teig eine Stunde ruhen lassen und dann vorsichtig 2 steif geschlagene
Eiweiß unterheben. Die Zucchini Blüten in den Teig tauchen und in
heißem Olivenöl fritieren. man kann auch die ganze kleine Zucchini
mit Blüten in Teig tauche und ausbacken. Die Blüten können auch mit
Anchovis und Mozzarella gefüllt werden.
Frittata
di zucchine
Dies ist eine Art Omelett, bei der Zucchinischeiben
zuerst gebraten, dann mit Eiern, gehackter Petersilie oder anderen
Kräutern nach Belieben und geriebenem Parmesan vermischt werden. Das
Omelett wird in etwas Olivenöl in der Pfanne gebacken, bis es auf
beiden Seiten goldbraun ist. |